Umweltschutz  
 

Wer mit dem Gleitschirm (mit oder ohne Motor) fliegt, tut dies nicht um schneller irgendwohin zu kommen. Gleitschirmflieger genießen das pure Erlebnis des Fliegens sowie die andere, atemberaubende Perspektive auf Natur und Landschaft. Gleitschirmfliegen ist daher wohl eine der umweltverträglichsten Natursportarten.

 

Für Starts und Landungen genügt eine einfache Wiese. Selbst Wanderer richten in der Natur größere Schäden an als Gleitschirmflieger. Dort wo Wanderer ihre Pfade ziehen gleiten Gleitschirmflieger sanft und berührungslos über die Landschaft hinweg und belasten weder Boden noch Pflanzenwelt. Die Wirkung von Gleitschirmen auf Vögel und Wild ist, wie unstrittig viele Studien belegen, sehr gering. Dort wo regelmäßig geflogen wird, blicken beispielsweise äsende Rehe kaum einmal auf wenn man mit dem Gleitschirm über sie hinweg fliegt. Besonders kritische Bereiche, wie die Horste von Greifvögeln, werden von Gleitschirmfliegern großräumig gemieden. Fast jeder, der schon in der Thermik geflogen ist, konnte auch schon einmal gemeinsam mit einem Vogel kreisen. Wenn Vögel sehen, dass ein Gleitschirm in der Thermik steigt, dann kommen sie angeflogen und drehen mit.

 

Für Paramotoren gelten im Rahmen der deutschen Zulassung strenge Auflagen. Sie dürfen in einem Standardtest nicht mehr als 60 Dezibel Geräusche verursachen und sind damit deutlich leiser als Motorräder. Nur zum Vergleich - 60 Dezibel entsprechen dem Geräusch einer Nähmaschine oder eines Gruppengesprächs. Ein Paramotor verbraucht pro Stunde lediglich 3,5 Liter Benzin. Der Verbrauch gängiger Kleinflugzeuge liegt demgegenüber ca. 10mal höher. Der Betrieb von Paramotoren fällt also gegenüber anderen, akzeptierten Umweltbelastungen (Autos, Motorräder, Trecker, Flugzeuge etc.) kaum ins Gewicht. Dazu kommt, dass häufig die Wetterbedingungen für den Paramotorbetrieb ungeeignet sind. Stärkerer Wind von mehr 25 km/h (4 Bft), stark thermische Verhältnisse an Sommertagen sowie Regen schließen den Paramotorbetrieb praktisch aus.